Bericht und Bilder SZ vom 04.05.2023

Rai HARBACH.

Vor 70 Jahren – 1953 – wurde der Grundstein für die St.-Josef-Kirche gelegt. Wer eine Kirche baut, der weiht sie nach der Fertigstellung ein.

Das war in Harbach bereits im Jahr 1954 der Fall. Aus dem Kirchweihfest ist eine Jahrzehnte andauernde Tradition geworden, nämlich die Kirmes. An diesem Wochenende – und auch am 1. Mai – wurde nach der Corona-bedingten Pause wieder der Rummel gefeiert.

Während sich Schäfchenwolken über den blauen Himmel schoben, herrschte auf dem Festplatz – vis-à-vis zur Kirche – ein ständiges Kommen und Gehen. Besucher kamen nicht nur aus Harbach, Hinhausen und Locherhof. Auch aus Niederfischbach, Kirchen und dem Umfeld hatten sich manche Gäste auf den Weg zur Kirmes gemacht.

Ganz anders hatte sich das Wetter noch am Freitag präsentiert, als morgens um 8 Uhr 14 fleißige Helfer im strömenden Regen das Festzelt aufbauten. In einer Stunde und 45 Minuten stand das Zelt, berichtete Ortsbeigeordneter Karsten Schulze: „Das ist eine Rekordzeit.“

Den Regenschirm benötigten die Besucher am Samstag und am Sonntag nicht. Bei Bilderbuchwetter wurde im Zelt und auf dem Festplatz gefeiert. „Nach der Pandemie lebt unsere kleine Kirmes wieder auf“, freute sich Ortsbürgermeister Andreas Buttgereit und räumte ein, dass man durchaus skeptisch an die Planung herangegangen sei. Am Sonntagnachmittag zeigte sich Buttgereit mit der Resonanz zufrieden: „Es ist sehr gut besucht, und das Wetter spielt auch mit.“ DJ Kerze hatte bereits am Samstagabend im Festzelt aufgelegt. Beim Autoscooter drehten Jung und Alt pausenlos ihre Runden. Schieß- und Wurf-Bude, Crèpes- und Imbisswagen sorgen für Rummel-Atmosphäre.

Sonntagnachmittag war es Sache der Kinder, den Maibaum zu schmücken, der am Festplatz aufgestellt wurde. So manche Wanderer, die schon am Sonntag unterwegs waren, machten auf der Kirmes Rast. Die Turnfrauen servierten Kuchen zum Kaffee. Die Kinder konnten sich im Festzelt ein Tattoo sprühen lassen oder sich Fantasievolles aus Luftballons formen lassen.

Der Tischtennisclub, der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr und der Hobbyclub Harbach hatten federführend und in Kooperation mit der Ortsgemeinde die erste Kirmes seit 2019 auf die Beine gestellt. Zum Frühschoppen am 1. Mai spielten die Asdorftaler auf. Zum Mittagessen gab es Kasseler mit Sauerkraut und Kartoffelpüree.

Auch nach dem Auftritt der Kapelle gab es noch reichlich Gelegenheit, um sich auf dem Festplatz zu amüsieren. Dort traten am Dienstagmorgen um 8 Uhr wieder die fleißigen Helfer an – diesmal zum Abbau des Festzeltes.

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