Rai ■ Rechtzeitig für die vermutlich letzten schönen Wochen des Jahres haben die Kinder den neuen Spielplatz in Hinhausen in Beschlag genommen und auf seine Funktionstüchtigkeit getestet: Die Freude bei ihnen war groß – ebenso bei den fleißigen Helfern. Seit Mitte Mai hatten sie eine tolle Spiellandschaft aus dem Boden gestampft. Freitags und samstags waren die letzten Arbeiten ausgeführt worden. Vor dem Spielplatz wurde Schotter angeschüttet. Eine Tonne Rundkies, der in Hinhausen übrig geblieben war, wurde an den Spielplatz Harbach als Fallschutz gekarrt. In einer Gemeinschaftsaktion des Dorfes war hier 2018 alles neu gestaltet worden.

Ein Fest zur Eröffnung gab es am Samstag nicht, lediglich ein Band wurde symbolisch zerschnitten. Die einjährige Emily war das erste Kind, das mit Familie herbeikam. Mit strahlenden Augen warteten alle darauf, das auszuprobieren, was für sie geschaffen worden war. Eltern, Vereins- und Ratsmitglieder hatten in Hinhausen mit angepackt, 950 ehrenamtliche Stunden sind erbracht worden, so Konrad Jung. Er hielt die organisatorischen Fäden für den Bau zusammen. „Ohne Konrad Jung und mit Unterstützung von Karsten Schulze gäbe es den Spielplatz nicht“, würdigte Ortsbürgermeister Andreas Buttgereit das Wirken der Ratsmitglieder: „Ich bin mal wieder stolz auf meine Ortsgemeinde, wie alle mitgemacht haben.“

Die Kommune hatte die Spielgeräte im Gegenwert von 35 000 Euro sowie Baumaterial angeschafft. Mittel kamen auch aus dem Investitionsstock des Landes. „Ohne Eigenleistungen hätten wir es nicht geschafft“, sagte Schulze. Mütter der Krabbelgruppe hatten nun noch die Spielgeräte abgewaschen, damit alles zur Eröffnung strahlte. Alle bedauerten, dass zur Einweihung kein Fest möglich war. Das soll mit einem Spielplatzfest später nachgeholt werden, ebenso eine Feier für die Helfer. Diese hatten am Samstag noch alle Schrauben kontrolliert, obwohl man bei der TÜV-Abnahme bereits die Note 1a bekommen hatte. Ganz fertig sind die Arbeiten noch nicht. Es wird noch ein 4,5 mal 3 Meter großer Unterstand für die Sitzgruppe aufgebaut. Für Fundamente und Montage sind zwei Arbeitseinsätze kalkuliert. Aufgestellt wurde am Spielplatz ein Infokasten, ein weiterer kommt nach Locherhof, zwei ans Bürgerhaus für Kommune bzw. Vereine.

Während die Kinder kletterten und balancierten, auf Karussell, Rutsche oder Kleinkindlandschaft unterwegs waren, berichtete Buttgereit, dass die Glascontainer an der Buswende noch etwas versetzt werden. Die Anschüttung soll dauerhafter gestaltet werden.

Bericht SZ 31.08.2020 rai

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